Singapur, Malaysia und der Süden Thailands

 
   
Während du gemütlich in deine warme Wolldecke gelullt vor dem Computer sitzt und diesen Newsletter liest, magst du dich fragen, spüren die da drüben in Südostasien auch etwas von Weihnachten? Die Antwort ist ja! Es strömen merklich mehr Touristen an die Strände, die Preise für Essen und Unterkunft sind gestiegen und das Schlimmste ist, an jeder Ecke wird deutsch gesprochen. Jeglichem anderen Vorweihnachtsstress sind wir aber für einmal entkommen und so geniessen wir das herrliche Wetter fernab von Schneeschaufeln und Autoscheiben-Kratzen. Wir hoffen, dir mit den nachfolgenden Zeilen etwas Sonne in den grauen Winter zu zaubern und wünschen gute Unterhaltung.
In der ältesten Monastrie des LandesSingapur: Mehr als nur ein Stadtstaat

Für die meisten Besucher dient Singapur lediglich als Zwischenstopp für den Weiterflug nach Ozeanien. Ein längerer Aufenthalt lohnt sich aber auf jeden Fall! Erstens, weil der Mix zwischen Asiatischer und Westlicher Kultur eine ganz eigene Atmosphäre versprüht, und zweitens, weil es definitiv genügend Sehenswürdigkeiten gibt, um ein paar Tage hier zu verbringen. Da wäre bspw. "Little India", das mit seinen Düften, Farben und Geräuschen wahrlich ein Erlebnis für alle Sinne bietet. Die "Orchard Road" ist Shopper's Paradise: Einkaufszentren, Designerboutiquen und grosse Labels sind hier zuhause. Will man dem emsigen Treiben für ein paar Stunden entfliehen, bietet sich ein Ausflug auf "Pulau Ubin" an. Die kleine Insel am Stadtrand ist Naherholungsgebiet der Einheimischen und am besten mit dem Fahrrad zu erkunden.

Am Roten Platz von Melaka

Geschichte und mehr in Melaka

Gemeinsam mit Marco treten wir die vierstündige Busfahrt nach Malaysia an. Thomas' Bruder ist dem kalten Schweizer Winter entflohen und wird uns für knapp drei Wochen durch Malaysia begleiten. Unsere erste Station gilt als historisches Juwel und ganz bequem auf dem hinteren Sitz einer Trishaw zu entdecken. Der "Rote Platz" ist Ausgangsort für eine Zeitreise zurück in die Epochen des einstigen Chinesischen Königreiches, der Portugiesischen Seefahrer, der Holländischen Händler und der Englischen Kolonialisierung.

Beim Headquarters der PetronasIn der Hauptstadt: Kuala Lumpur

Das wohl bekannteste Gebäude des Landes glitzert stolz in der Morgensonne und ist trotz des Smogs von Weitem zu erkennen. Das Malaysische Öl-Unternehmen und Formel 1 Team-Partner von Sauber erbaute die Zwillingstürme als Zeichen des Aufbruchs in einer Zeit wirtschaftlicher Depression. Um eines der begehrten Zutrittsbillete zu den Petronas Towers zu erhaschen, müssen wir früh aufstehen und uns hinter der bereits gebildeten Warteschlange anstellen. Doch der atemberaubende Blick über die "grüne" Stadt ist jede Anstrengung wert! Am Abend besuchen wir den bekannten "Night Market" in China Town, wo es neben exotischem Essen günstige Rolex Uhren, Lacoste T-Shirts, Levi's Jeans etc. zu kaufen gibt. Vor unserer Weiterfahrt darf auch ein Abstecher zu den "Batu Caves", etwa 15 Kilometer ausserhalb der Stadt, nicht fehlen. Am Eingang steht eine übergrosse goldige Statue, sie begrüsst uns zu den drei Hindu Tempeln, welche innerhalb der Höhlenanlage zu bewundern sind.

 

Im Hochland-Dschungel von Cameron

Cameron Highlands

Entlang einer schmalen, sehr kurvenreichen Strasse fährt der Bus hinauf ins Hochland, wo uns ein angenehm frisches Klima und saubere Luft empfangen. Auf einer kleinen Erkundungstour besuchen wir den örtlichen Tempel, einen farbenprächtigen Blumengarten und einen Schmetterlingspark, wo auch Skorpione und Schlangen ihr Unwesen treiben. Natürlich darf auch eine Kostprobe auf der Teeplantage nicht fehlen. Mit Yen, einem Einheimischen, streifen wir durch den Dschungel und erfahren viel Interessantes über die Tier- und Pflanzenwelt des Hochlandes.

 
Der Weisskopfadler heisst uns willkommen auf LangkawiPulau Penang & Pulau Langkawi

Die beiden Inseln in der Andamanen-See sind sehr ungleich. Penang ist eine geschäftige 1.5 Mio. Einwohner-Stadt und weniger für seine Strände als für die kulturellen Sehenswürdigkeiten bekannt. Wir besuchen den grössten buddhistischen Tempel Malaysias "Kek Lok Si" und den unweit davon entfernten Penang Hill, welcher bequem mit der Standseilbahn (Schweizer Fabrikat von 1922/77) zu erklimmen ist. Oben gibt es einen Canopy Walk, ein mit Seilen und Netzen geschaffenen Weg entlang der Baumwipfel - eine wacklige Angelegenheit! Das mit der Fähre in zwei Stunden erreichbare Langkawi ist eher klein, bietet aber eine gute Mischung zwischen faul am Strand liegen und aktivem Zeitvertreib. Mit den Motor Bikes erkunden wir die Insel und entdecken lächelnde Gesichter in den Reisfeldern, sich im Schlamm tummelnde Wasserbüffel und Kinder, die an den Wasserfällen herumtollen und sich erfrischen. Ein Tagesausflug führt uns nach "Pulau Payar", wo Tauchen und Schnorcheln auf dem Programm stehen.

 

Paradiesische Sandstrände vor Koh Lipe

Koh Lipe, Koh Lanta und Koh Jum - Life's a beach!

Die drei gemeinsamen Reisewochen mit Marco vergehen schneller als uns lieb ist und schon heisst es Abschied nehmen. Zu zweit geht das Abenteuer weiter: per Schnellboot fahren wir zur nächsten Insel, welche bereits auf Thailändischer Seite liegt. Koh Lipe ist inmitten eines Marine-Naturparks gelegen und wurde erst vor wenigen Jahren für den Tourismus geöffnet. Die Infrastruktur ist sehr spartanisch, dafür gibt's paradiesische Strände mit glasklarem Wasser und nur wenigen Gästen. Koh Lanta, mit der Fähre oder über den Landweg von Trang her erreichbar, ist schon weiter entwickelt. Auch ist diese Insel zu Fuss nicht mehr in 45 Minuten umrundbar, ein Motor Bike ist sehr empfehlenswert. Hier unternehmen wir einen Tauchausflug zu den "Fünf Inseln", eine Felsformation mit wunderbarer Unterwasserwelt. Koh Jum, auf der Weiterfahrt nach Phuket gelegen, ist eine kleine und bisher vom Tourismus verschonte idyllische Insel. Wie Gott in Frankreich fühlen wir uns, während wir von unseren Gastgebern Valerie und Oon in ihrem Resort verwöhnt werden. Von der zerstörerischen Wucht des Tsunami zeugen heute lediglich noch Warntafeln und die von den Hilfswerken erstellten Siedlungen.

 
Sonnenuntergang am Strand von Khao LakÜber Krabi nach Phuket und Khao Lak

Mit dem Longtail Boat, eine Art Unimog umgebaut fürs Wasser, werden wir auf die ordentliche Fähre gebracht. Sie führt uns nach Krabi, von wo eine beschwerliche Busfahrt nach Phuket auf uns wartet. Nach zig Stunden erreichen wir unsere Unterkunft. Am nächsten Tag geht's mit dem Roller auf Strand-Erkundungstour, mal sehen, wo die All-Inclusive Touris so hingehen... Fast wie in Rimini stehen tausende Liegestühle in Reih und Glied, schrecklich! Phuket hält uns nicht lange und wir fahren ins nur 120 Kilometer nördlich vom Mainstream entfernte Khao Lak. Hier finden sich neben gehobenen Resorts auch einfachere Bungalows, die Strände sind sauber und frei von werbeverzierten Sonnenschirmen. Auch Jetskies und laute Bars sind untersagt - offensichtlich hat man hier den Wiederaufbau nach dem Tsunami besser geregelt. Hier können wir auch endlich unseren ersten Wrack-Tauchgang unternehmen, und zwar zum 1984 gesunkenen Zinnförderkahn namens "Bangsak".

 
Palmenstrand vor dem Bungalow in Kho Pha-Ngan Koh Pha-Ngan und Koh Tao

Einmal quer durchs Land geht es nun mit dem Bus von der West- an die Ostküste Thailands. Im Hafen von Surat Thani wartet bereits die Fähre nach Koh Pha-Ngan, der Nachbarinsel von Koh Samui. Noch am selben Abend findet dort ein grosses Fest zum 80. Geburtstag des Königs statt. Eine Kilbi mit Essständen, lauter Musik und Thai-Boxen erwartet uns. Auf dieser Insel lebt das Party-Volk: jeden Vollmond findet am Strand ein grosser Rave statt, denjenigen vom 23. Dezember haben wir (glücklicherweise) verpasst... Happy Christmas yeah! Nach zwei Nächten fahren wir weiter nach Koh Tao, eine Stunde nördlich von Pha-Ngan. Bekannt als die günstigste Tauch-Destination in Südostasien, haben wir uns hier gleich für vier Tauchgänge eingeschrieben. Die Monsunzeit ist hier erst vor Kurzem vorüber, Winde und starker Wellengang gestalten jegliche Wasseraktivitäten eher schwierig. Koh Tao ist aber vor allem abends ein Erlebnis, wenn die Restaurants und Bars ihre gemütlichen Lounges am Strand aufbauen. Zu sanften Rhythmen geniessen wir kühles Singha-Bier und fangfrischen Fisch; das Rauschen des Meers und den Sternenhimmel gibt's gratis dazu... Zum Wohl!

 
Soviel für dieses Mal. Wir hoffen, dir ist einwenig warm geworden? Dies ist bereits unser vorletzter Newsletter - in knapp sieben Wochen heisst es auch für uns Bikini und Badehose gegen Daunenjacke und Mütze tauschen. Auf unser Wiedersehen freuen wir uns bereits jetzt und wünschen dir und deinen Lieben eine besinnliche Adventszeit, ein frohes Weihnachtsfest und "e guete Rutsch is 2008"! 
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