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Mit einigen
Zeilen und Bildern von unterwegs möchten wir regelmässig unsere Eindrücke
an unsere Lieben zuhause weitergeben. Hier ist er, der erste Bericht von
unserer ersten Station in Argentinien. Nach einem speditiven Umzug bzw. Auszug aus unserer Wohnung in Kriens und der Einlagerung von Hab und Gut - danke tausendmal all unseren Helfern - sind wir am 31. Januar in Richtung Südamerika abgehoben. Ein ungeplanter Zwischenstopp in Heathrow bot uns die Gelegenheit, für ein richtig britisches Mittagessen nach London City zu fahren. Bestens genährt von Fish & Chips (natürlich durfte dazu auch ein Guinness nicht fehlen) sind wir dann pünktlich zur heissesten Stunde bei über 30°C in Buenos Aires (Wikipedia) angekommen. Mittlerweile ist eine Woche verstrichen und wir finden uns in dieser 14 Millionen-Stadt schon ganz gut zurecht. Mit der U-bahn erreicht man mühelos die meisten Stadtteile und kommt so für 0.70 Pesos (~SFr. 0.30) beinahe gratis von A nach B. Von Charme oder gar Schönheit zu sprechen wäre im Fall von Bs. As. schlicht übertrieben. Die saubere und relativ sichere Heimat des Tango bietet aber preiswerte Shoppingmöglichkeiten sowie hervorragende Sprachschulen - genau der richtige Ort also, um sich auf die kommenden fünf Monate Südamerika vorzubereiten.
Microcentro
Hier geht's besonders
hektisch zu und her. Die beiden Galles "Florida" und "Calle" sind die
eigentlichen Shoppingstrassen - autofrei versteht sich. Stossstange an
Stossstange drängeln dahingegen die "Coches" auf der angeblich breitesten
Strasse der Welt, der "Avenida 9 de Julio". Mittendrin ragt das wohl
bekannteste Bauwerk von Buenos Aires hoch in den Himmel: El Obelisco. Retiro Buenos Aires, die einstige spanische Kolonie, gehörte zu einem kleinen Teil auch den Engländern. Dieser befand sich genau hier, in Retiro. Zum Ende der Kolonialzeit erbauten die Engländer als Erinnerung einen Zeitturm, von den Einheimischen "Small Ben" genannt. Etwas ausserhalb des Zentrums gelegen, findet sich heute die Bahn- und Busstation in Retiro. Von hier fahren über 80 Carunternehmen in alle möglichen Destinationen von Argentinien und ganz Südamerika. Die Busse sind sehr komfortabel und bieten je nach Sitzklasse auch Schlafmöglichkeiten an. Puerto Madero Als Kontrast zur übrigen Stadt findet man in Puerto Madero etwas Ruhe und Gelassenheit. Der alte Hafen mit seinen sanft renovierten Gebäuden lädt förmlich zum Spazieren und Verweilen ein; hier gibt es auch schöne Cafés und sehr exklusive Restaurants. Hinter den Fassaden der glänzenden Glasbauten auf der anderen Uferseite erkennt man das neue Buenos Aires. Internationale Firmen sowie bekannte Hotelketten haben sich unlängst hier angesiedelt. Nach dem grossen Crash in 2001 geht es wirtschaftlich langsam wieder bergauf. Noch vor wenigen Jahren wäre es wohl undenkbar gewesen, hier als "Porteño" (so nennen sich die Leute in Bs. As.) aus der Mittelschicht auszugehen. Ricoleta Im Friedhof des nordöstlichen Stadtteils liegt Evita Perón, die ehemalige First Lady Argentiniens und Engel der Armen begraben. Auch die älteste Kirche - noch aus Kolonialzeiten - befindet sich in Ricoleta. Über 90% der Argentinier sind römisch-katholisch; im multikulturellen Buenos Aires leben aber auch Juden, Muslime und Protestanten. Tigre Delta Buenos Aires ist am Rio de la Plata gelegen, eine braune Brühe, welche Argentinien und Uruguay trennt. Vor allem an den Wochenenden strömen die Porteños dem Fluss entlang hinauf nach Tigre, um hier einige ruhige Stunden zu verbringen. Das ehemalige Schmugglerzentrum ist bequem und günstig mit dem Zug in etwa 50 Minuten erreichbar. Virginia, unsere Stadtführerin aus dem Hospitalityclub (Link), hat uns für den Freitagnachmittag nach Tigre entführt und uns in die Geheimnisse der argentinischen Lebensweise eingeführt. Dazu gehört natürlich auch ein typisches argentinisches Nachtessen: "Bife de Lomo" und "Bife de Chorizo" (Rezept), etwa 400g feinstes Rindfleisch mit Pommes und Salat - en Guete! Bevor wir kommende Woche den Bus nach Puerto Madryn zum Nationalpark Peninsula Valdés (Infos) nehmen, ist noch ein Tagesausflug von Bs. As. nach Colonia (Wikipedia) in Uruguay geplant. Die Fähre wird uns in 3 Stunden in das alte Städtchen bringen, welches zum UNESCO Weltkulturerbe gehört.
Bis bald und
sommerliche Grüsse aus dem heissen Buenos Aires. |
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